Style-Guide: Vom Gym direkt in den Alltag

Wer sich in der letzten Zeit in den sozialen Netzwerken umschaut oder auch einfach nur einen Blick vor die Haustür wirft, könnte den Eindruck gewinnen, dass die Menschen aktuell zu Sportfanatikern mutieren. Dahinter steckt jedoch (größtenteils) kein Fitnesswahn, sondern der neue Modetrend schlechthin. Die Idee ist simple: Einfach sportliche Kleidung oder Funktionskleidung in die Alltagslooks einbauen. Was hinter diesem Trend steckt und wie man ihn richtig stylt, erkläre ich dir jetzt.

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Die Basis für diesen Look bilden Key-Pieces aus Funktionsstoffen. Dabei kannst du sowohl auf Jogginghosen als auch auf Trainingsjacken zurückgreifen. Wenn du jetzt denkst, dies sei nur etwas für einen entspannten Tag auf der Couch, irrst du. Jogginghosen, die beispielsweise aus Baumwollstoff bestehen, können gepaart mit eleganten High-Heels und passenden Accessoires durchaus schick wirken und somit auch fernab der eigenen vier Wände getragen werden.
Besonderer Clou sind die aktuell total angesagten Seitenstreifen. Dabei handelt es sich um farblich abgesetzte Applikationen an den Außenseiten von Hosen. Diese findet man momentan nicht nur auf Jogginghosen, die wahrscheinlich den Ursprung darstellen, sondern auch auf Jeans, Pullovern und Jacken. Rückenwind erfährt dieser Trend definitiv durch das Comeback der 80er und 90er Jahre. Vintage-Kleidung ist angesagter denn je und Sportmarken wie Adidas und Puma orientieren sich an den Designs, die bereits vor einigen Jahrzehnten angesagt waren.
Horizontale Steifen am Stehkragen von Oberteilen oder Muster, die an die Markierungen bei Autorennen erinnern, sind die Vorreiter, die aus dieser Flashback-Entwicklung entstanden sind. Lediglich die genannten Seitenstreifen haben es jedoch geschafft, den Sprung aus der Sportmode in die alltagstaugliche Mode zu meistern und nun eine gewisse Omnipräsenz zu genießen – sowohl bei den Frauen als auch bei den Herren.

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Ein weiteres It-Piece, das im Zuge des Sport-Trends Einzug in den Kleiderschrank erhalten hat, ist die Hüfttasche. Diese wurde zuerst ein wenig belächelt, erscheint nun aber bei fast jedem Blogger im Instagram-Feed und auch auf den Straßen ist diese Tasche nicht mehr wegzudenken. Dennoch kann man mit diesem Trendaccessoire einiges falsch machen. Denn auch wenn man aufgrund des Namens und der ursprünglich angedachten Verwendungen annehmen könnte, dass diese Tasche um die Hüften getragen wird, wird sie dem Trend entsprechend vor der Brust getragen. Der Gurt wird dabei auf die weiteste Länge eingestellt und die Tasche dann ähnlich wie eine Umhängetasche seitlich über den Oberkörper getragen – sowohl über der gesamten Kleidung, als auch unter der Jacke. Der Vorteil: Endlich haben auch wir Männer Platz für unser Hab und Gut.

Photo taken with Focos

Parallel dazu sind Gürtel in Überlänge mit auffälligem Druck als modisches Must-Have zu nennen. Diese werden zwar wie gewohnt durch die Gürtelschlaufen der Hose gezogen, jedoch hängt dann ein längeres Stück des Gürtels bis zum Knie herunter. Wenn du es kreativ magst, kannst du die Gürtel auch als Waist-Belt über einem Mantel tragen oder als Träger für die Handtasche verwenden. Trendfarbe hier ist primär ein Gelbton, angelehnt an die Entwickler dieser Gürtel, dem Label Off-White.

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Hinsichtlich der farblichen Konzeption dieser sportlichen Looks gibt es keine Vorgaben oder Empfehlungen. Wer es dezent mag, kann sich auf dunkle Töne oder die Farbe Schwarz fokussieren, doch auch Orange oder Hellblau sind bei diesem Trend keine Seltenheit. Vermehrt treten besonders die knalligen Farben in Form von Bomberjacken oder Applikationen an den einzelnen Kleidungstücken in Erscheinung. Beispielsweise in Form der bereits genannten Seitenstreifen oder geometrischer Formen auf Trainingsjacken im 90er-Jahre-Stil. In Kombination mit einem Oversized-Schnitt wirken auch knallige Farben locker und lässig.

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Kommen wir zum „Wie trage ich diesen Trend?“

Wenn du denkst, dass diese modische Entwicklung nur etwas für diejenigen ist, die tatsächlich mehrmals die Woche den Weg zum Fitnessstudio aufsuchen, liegst du falsch, denn diesen Stil kann jeder adaptieren und individuell in seine eigenen Outfits einbauen. Beispielsweise kann zu einem schicken Blazer, vorzugsweise mit einem Hahnentrittmuster, ein farbiger Hoodie kombiniert werden. Die schlichte Anzughose kann man mit sportlichen Sneakern paaren. Die Hüftaschen sowie Jogginghosen können sogar zu fast jedem Look getragen werden und verleihen diesem eine sportliche Note. Wenn du genauer hinsiehst, wirst du merken, dass bei Jogginghosen häufig Knopfleisten an den Außenseiten vorzufinden sind. Diese können dann individuell aufgeknöpft werden und schaffen einen besonderen Blickfang.

Allgemein gilt: Oversized ist die Kernessenz dieses Looks. Die Skinny-Jeans hat bei diesem Trend ebenso wenig etwas verloren, wie das weiße Büro-Hemd. Lässig und komfortabel sind die Merkmale, die diesen Trend auszeichnen.

 

In diesem Sinne: Runter von der Couch und ab auf die Straße! 🙂

Levin 

 

P.S.: Meine Kolumne zum Thema „Gym-Style“ findest du auch auf shz.de oder wenn du hier klickst.

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